Freitag, 17. April 2009

Einmal hin - Alles drin...

Ich war eben noch einmal einkaufen und bin auf einen Klassiker der Werbung reingefallen: Einmal hin - Alles drin!

Hätte auch gut zu anderen Unternehmungen gepasst, oder? Vorschläge:

  • Deutsche Bahn
  • Hartgeldstraßenstrich
  • Frankreich

Egal, ist diese Supermarkt-Kette: wahrhaftig,- oder echt,- oder so...

Da ich morgen ja fröhlich Geburtstag feier, musste ich noch schnell ein paar Sachen Einkaufen: Zutaten für einen Kuchen, Cola, Fanta, Sprite,

- halt, gelogen: Fanta trinkt keine Sau, die haben ich nicht gekauft -

und dann brauchte ich noch Bier. Da es morgen schön Franziskaner vom Fass gibt (ich bin Vater geworden, wie sich treue Leser erinnern....), und das nicht jedermanns Sache ist, brauchte ich logischerweise noch "normales" Bier.

Ich hatte mich für Astra entschieden, ist so ein Standard-Bier irgendwie: Gut und günstig halt... Ich fand mich vor dem leeren Stellplatz. Es entspann sich (aus dem Gedächtnis rekapituliert) folgender Dialog mit einem Verkäufergezücht:

"Äh, Astra?"
"Ausverkauft!"
"Ausverkauft?"
"Ja, Ausverkauft!"
"Warum? Wieso heute?"
"War im Angebot!"
"Ja, und?"
"Haben sie Pech gehabt..."
"Merk' ich!"
"Nehmen Sie doch eine andere Sorte!"
"Ach - was soll ich auch sonst tun?"
"Häh?"
"Egal, lassen Sie's gut sein - ich nehmen Wicküler, danke..."

Wäre ich mal im Dorf zu Riepen gegangen, da bekomme ich das Astra immer - allerdings bin aus einem Grund nach Henstedt-Ulzburg gefahren, der schwer paradox ist: Mein Autoradio!
Also, natürlich nicht wegen des Radios, sondern wegen dem, was da drin läuft:

Andreas Eschbach - Ausgebrannt (Hörbuch)

Ich hole mal aus, sonst wird das nichts mit dem Verstehen des Paradoxons:

Es handelt sich um den gleichen Autor, der auch "Das Jesus-Video" geschrieben hat. Die Story fängt an wie ein Wirtschaftskrimi. Es stellt sich aber nach und nach raus, dass es sich um ein Endzeitsszenario handelt (nein, damit habe ich nichts verraten; es schadet nicht, das zu wissen und ich bin mir sicher, dass es auch auf dem Klappentext des Buches steht) - egal: Es geht darum, was passiert, wenn das Öl weg ist. Und weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht, bin ich halt nach Ulzburg gefahren, weil ich beim Fahren halt das Hörbuch über den Wegfall des Öls höre - paradox? Ich finde schon. Sogar extrem!

Man denke drüber nach, was alles so an dem Rohstoff hängt - aber das ist ein Thema für andere Experten...

So: Das waren meine lichten Ausführungen für heute - gute Nacht, meine lieben Mitbürger und Mitbürgerinnen....

Currently Playing: Flogging Molly - drunken lullabies


Nachtrag: Eine kleine redaktionelle Ergänzung: Die "currently playing"-Texte sind nun auch verlinkt - falls man die Musik nicht kennen sollte....

Donnerstag, 9. April 2009

Zu allererst danke ich meiner Frau....

...dafür, dass sie die schlimmen Wochen seit Januar mit mir durchgestanden hat. Danke!

Wenn ich daran denke, wie runter ich mit den Nerven war - und dabei war das noch nichts im Vergleich zum Examen. Aber mit der heutigen Wendung steht meinem engagierten Zeitplan nichts mehr im Weg - Staatsexamen, der Marco kommt!

Seit heute, 14.23 Uhr, halte ich ihn in der Hand: Den Beweis! Meine Sachenrecht-II-Hausarbeit wurde zurückgegeben. Da ich diese (nicht glanzvoll, aber das ist ein Luxusproblem) bestanden habe, bin ich nun scheinfrei. Herrlich.

Ich glaube, ich muss heute mal 'n Lütten trinken!



Dafür war ich dann auch bei meinen alten Kollegen von Rindchen's - etwas blubberndes für die Damenwelt eingekauft...

Am Ende möchte ich gerne eine Kleinigkeit kopieren, die ich bei Hansi gesehen habe und die ich super finde: Currently Playing: .... Ich denke, dass das im Nachgang sehr interessant ist - also auf geht's (ist ja auch in deinem Interesse, Hansi - wirst schon nichts dagegen haben, gelle!?):

Currently Playing: The Bates - Independent Love Song

Sonntag, 5. April 2009

Knallfrosch, Rollmöpse und Bindeglied

Was soll die Überschrift? Dazu später!

Puh, fertig. Ich habe grade die letzten Korrekturen an meiner Hausarbeit vorgenommen und werde sie nun nicht mehr anpacken - naja, momentan ist sie noch bei einem Kollegen zur Durchsicht und falls der noch was findet, werde ich das wohl noch einpflegen, aber ansonsten: FINGER WEG!

Ich habe jetzt seite Januar durchweg an Arbeiten geschrieben: Sachenrecht, Schuldrecht und eine Seminararbeit zur Finanzmarktkrise - ich will nicht mehr. Und ich werde nicht mehr! Ich mache jetzt ein wenig Urlaub auf meiner Couch - oder im Garten, bei dem Wetter.

Ach so, die Überschrift. Schuld ist Herr Malmsheimer:

Es geht kurz gesagt um Folgendes: In Worten stecken häufig Imperative, also Befehle, etwas zu tun: Hackfresse meint also "Hack Fresse!" oder Kompost meint "Komm Post!" - wenn man damit erst einmal angefangen hat, dann ist man für ein normales Gespräch echt gestorben - das ist doch was für unseren Hansi, gelle!?

So, und nun noch mal die Überschrift lesen!

Montag, 9. März 2009

Alltag

So, es ist wieder soweit: Der Alltag hält Einzug.

Nachdem ich Samstag bei Basti zur Einweihung seiner neuen Küche war und gestern einen schönen faulen Couch-Tag mit lustigen Filmen und einem Kabarett-Abend auf 3Sat (Volker Pispers und Gäste, danach Neues aus der Anstalt) zugebracht habe, sitze ich wieder halbwegs motivert an meiner Hausarbeit Schuldrecht BT III. Manchmal frage ich mich, was die Leute so nehmen, die solche Sachverhalte stellen - nach der Einführung des neuen Gesundsheitsfonds steht zumindest fest, dass diese Leute für ihre Pillen eine Menge mehr zuzahlen müssen... - Egal, es muss weitergehen.

Ich muss diese Woche noch zwei Tage in die Kanzlei, aber am Freitag fahren wir schon nach Horst - da treffen wir uns dann am Samstag mal wieder mit Hansi und Ina. Wird ja mal wieder Zeit! Montag hat Anne auch noch frei, das ist doch was!

Ein abschließender Tip: Man bewahre sich sein Wochenende - sonst weiß man gar nicht mehr, warum man eigentlich arbeitet!

Samstag, 7. März 2009

Freude!

Ich wurde Vater!

Naja, im übertragenen Sinn... Irgendwie wollte ich mir mal was gönnen - mal was schönes, neues, tolles, sinnloses. Etwas, was Geld kostet und was keiner braucht, worüber man sich immer wieder freuen kann. So etwas, woran man sieht, wofür man arbeitet. Etwas, was einen mit der Welt und dem stressigen Alltag versöhnt. Etwas.... Luxus. Dann war sie da, die Idee:

Gestern bei real,- habe ich sie gesehen. Sie sollte 129 Euro kosten und erfüllte alle Kriterien. Spontan wollte ich zuschlagen.

Ich bin dann aber doch noch mal schräg rüber zu Expert (Ja, ich hasse den Laden noch immer, aber meine Frau war mit, und wollte auch dort noch einmal nach dem Preis fragen - vielleicht gibt es sie ja bei den Experten günstiger.) Die Experten hatten sie jedoch nicht auf Lager - konnten sie aber natürlich bestellen. Dann auch zu dem Preis von 129 Euro. Es war nun aber Freitag Abend, und am Montag hätte mir sie nur halb soviel Freude bereitet, denn dann hätte ich sie nicht richtig einweihen können. Also, wie immer: Bei den Experten alles Mist. Nicht mal etwas so schönes wie sie hatten die Vögel vorrätig.

Es gab bei den Experten aber noch eine "gehobenere" Ausstattung von ihr für 179 Euro und die Luxusvariante für weit über 200 Euro.

Da mich Expert also nicht ansprach, gingen wir zurück zu real,- und ich pakte die günstige Variante von ihr in den Wagen - fühlte mich aber nicht wohl. Ich wollte mehr. Ich wollte sie auch in schön. Sie sollte halt nicht nur was fürs Herz, sondern auch fürs Auge sein. Also gingen wir doch noch zu Mediamarkt.

Da stand sie, sollte 199 Euro kosten. Wir luden sie vorsichtig auf den Wagen und zwängten uns an einem Verkäufer vorbei. Dann fiel meiner Frau ein, dass es sie in wunderschön doch bei den Experten für 179 Euro geben sollte - statt der 199 Euro bei Mediamarkt. Das sagten wir fluchs dem gelangweilten Verkäufer. Der konnte nicht anders, und änderte ihren Preis.

Schwupps, kostete sie in wunderschön nur noch 179 Euro.

Jetzt steht sie im Esszimmer und brummt vor sich hin. Wunderschön ist sie und lässt mich den Stress des Alltags vergessen. Sie zeigt mir, dass es noch so etwas wie Glück gibt in dieser Welt, die von Oberflächlichkeit und Hektik dominiert wird. Ich sehe sie an, und sie scheint mir zu sagen: Es ist gut! Alles wird gut! Und ich glaube ihr und sie gibt mir Frieden.

Natürlich sagt sie das nicht - aber sie kommuniziert mit mir.

Das Display in der wunderschönen Edelstahlfront zeigt: 3°C

Ich zapfe mir mit ihr ein Bier. Mit meiner neuen PerfectDraft.

Prost!

Freitag, 6. März 2009

Bergsteigen

Erst schreibe ich gar nichts, dann gleich 2 Posts kurz nacheinander - ein Lichtblick?

Ich wollte grade mal schauen, was ich für einen Füller von Mont Blanc zahlen würde - rein chronistisches Interesse, versteht sich. Also fluchs bei Amazon Mont eingegeben und schwupps: Konte ich schon in der Vorauswahl mont blanc meisterstück auswählen. Toll, das klappt ja.

Denkste - nicht ein Füller von Mont Blanc. Aber ein Online-Shop:

www.tollerladen.de: Hochwertige Füllhalter, Rollerball u. Kugelschreiber von MontBlanc!

Daraufhin bin ich dann mal auf deren Seite:
Da MontBlanc seinen Vertriebspartnern den direkten Vertrieb über Online-shops nicht gestattet, können Sie diese Schreibgeräte nicht in unseren Warenkorb legen. Auch untersagt MontBlanc seinen Vertragshändlern die Präsentation von Produktabbildungen auf den Homepages.

Bauernfängerei, oder?

Donnerstag, 5. März 2009

Generation Praktikum

Ich wurde in XING angeschrieben - Inhalt sinngemäß (die in kursiv geschriebenen Sätzen sind ... sagen wir: Anmerkungen, die so in der Mail eher zwischen den Zeile zu lesen sind):

Hallo, ich biete Ihnen als Juristen die Möglichkeit, bei meiner Online-Kanzlei ein Praktikum zu machen.

Ui, ein Praktikum. Da freue ich mich aber, dass ich umsonst für Sie arbeiten darf!

Sie können mir dabei helfen, meine Online-Kanzlei aufzubauen.

Tja, leider kann ich dafür keine billigen Arbeitskräfte aus dem Ostblock rekrutieren und muss praktikumswillige Juristen aus Deutschland fangen.

Wenn Sie sich in Ihrer Praktikumszeit als fähig bewiesen haben, dann könnte ich ihnen eine Anstellung als freier Mitarbeit in Aussicht stellen!

Ich zahle doch nicht teuer Geld dafür, dass sich meine Kanzlei mit Leben füllt - da hole ich mir schön die dummen Praktis ins Haus und säge die nach etwas über 2 Monaten ab, dann habe ich kostenlose Arbeitskräfte!

Mal ehrlich: Das mag ein seriöses Angebot sein und der Kollege schien mir auch vertrauensvoll - aber warum in Gottes Namen sind wir denn zur Generation Praktikum degeneriert? Warum gibt es immer mehr Arbeitsstellen für jene, die für ihre Leistung kein Geld haben wollen? Rechne ich falsch? Verstehe ich da was nicht? Müssen die keine Butter kaufen? Wahrscheinlich haben die alle Cholesterinprobleme, und verzichten deshalb auf die Butter. Ist das die Lösung? Wohl kaum!

Als Denkanstoß: